Sie wollen wissen, ob Ihre Excel-Rechnung E-Rechnung kann? Dann starten Sie nicht mit einem Lastenheft. Starten Sie mit einer Datei. Am besten mit einer anonymisierten echten Rechnung. Nicht mit einer leeren Vorlage. Nicht mit dem perfekten Muster. Nicht mit der Rechnung, die nie Probleme macht. Nehmen Sie eine normale Rechnung aus dem Alltag. Und dann eine schwierige. Genau diese Dateien zeigen, was wirklich los ist. Wo stehen die Kundendaten? Wie stabil ist die Positionstabelle? Welche Felder fehlen? Wo entstehen Summen? Wie werden Steuern berechnet? Gibt es Rabatte? Gibt es Freitexte? Gibt es Sonderfälle? Gibt es Makros? Gibt es manuelle Anpassungen, die in keiner Anleitung stehen?
Mehr Erkenntnis bekommt man kaum schneller. Viele Unternehmen verbringen zu viel Zeit mit abstrakten Fragen: Brauchen wir ZUGFeRD? Brauchen wir XRechnung? Brauchen wir neue Software? Müssen wir Excel ablösen? Was macht der Wettbewerb? Was sagt die Buchhaltung? Was sagt die IT? Alles berechtigte Fragen. Aber die erste praktische Antwort steckt in der Vorlage. Wenn die Vorlage klar aufgebaut ist, lässt sich oft schnell einschätzen, ob eine E-Rechnungsbrücke sinnvoll ist. Wenn sie unklar ist, sieht man auch das sofort. Dann weiß man wenigstens, was zuerst verbessert werden muss. Das ist besser als Raten. Ein guter Einstieg besteht aus wenigen Schritten.
Erstens: bestehende Rechnungsvorlage oder Musterrechnung anonymisieren. Zweitens: typische Sonderfälle auswählen. Drittens: prüfen, welche Daten für die E-Rechnung bereits vorhanden sind. Viertens: fehlende Pflichtfelder und unklare Bereiche markieren. Fünftens: entscheiden, ob ein direkter Export aus Excel realistisch ist. Das klingt unspektakulär. Ist aber genau deshalb gut. Denn die E-Rechnung muss nicht mit einem großen Projekt beginnen. Sie beginnt mit der ehrlichen Frage, ob die heutige Excel-Rechnung als Datenquelle taugt. Wenn ja, kann daraus ein sehr pragmatischer Prozess entstehen: Vorlage weiterverwenden, Felder ergänzen, Prüfungen einbauen, ZUGFeRD oder XRechnung exportieren.
Wenn nein, hat man früh Klarheit und kann gezielt aufräumen. In beiden Fällen gewinnt man. Der schlechteste Weg ist, bis zur Frist zu warten und dann hektisch irgendeine Lösung über die bestehende Datei zu kleben. Der beste Weg ist kleiner. Eine Datei. Eine Prüfung. Eine ehrliche Einschätzung. Dann weiß man, ob aus Excel eine E-Rechnung werden kann.
Wenn Sie Ihre bestehende Excel-Rechnung für E-Rechnung, ZUGFeRD oder XRechnung vorbereiten möchten: Auf der Produktseite zur E-Rechnung aus Excel finden Sie den passenden Einstieg.
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